WEBVTT

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Sport und Bewegung sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

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Bewegung ist das, was wir für unsere gesamte Entwicklung brauchen.

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Kleine Kinder können sich nicht entwickeln, wenn sie sich nicht bewegen.

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Sie eignen sich die Welt über Bewegung an, indem sie sie in die Hand nehmen,

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indem sie erfahren, einen Berg rauf laufen oder runter,

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dass es einen Unterschied macht, dass es verdammt anstrengend ist,

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irgendwo rauf zu laufen und wieder runter.

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Das unterscheidet Bewegung von Sport.

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Bewegung braucht jeder, um sich zu entwickeln.

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Ich heiße Karin Reeth-Scholten und ich bin Diplom-Sportlehrerin und Psychomotorikerin.

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Das kleine Kind, was laufen lernt, das lernt am Anfang immer auf glattem Boden zu laufen.

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Man stellt die Kinder auch erst immer so auf glatten Boden

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und auf einmal läuft es aber über Kieselsteine oder über den Rasen

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oder vielleicht irgendwie durch den Schlamm.

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Und dann macht es ganz neue und ganz andere Erfahrungen darüber,

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wie sich die Umwelt verhält, wie sich der Schlamm verhält.

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Da sinke ich ein. Wenn es glatt wird, wenn es eisig wird, wird es glatt.

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Auch da muss ich ganz anders laufen.

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Und so erfährt das Kind die Welt von außen über den Körper.

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Und dann kann es später sagen, was ist denn glatt?

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Was ist rutschig? Was ist fest?

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Das kann es erst sagen, wenn es das alles am eigenen Körper erfahren hat

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und diese Begriffe vom Begreifen zum Begriff geworden sind.

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Also man sieht, dass für schulisches Lernen

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die Bewegung eine sehr, sehr große und elementare Rolle spielt.

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Der eine Aspekt ist so die Raum-Lage-Orientierung,

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dass ein Kind, wenn es ein Buchstaben lernen will

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oder eine Zahl vom Abbild her lernen will,

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dann muss es wissen, wo ist oben, wo ist unten, wo ist vorne, wo ist hinten.

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Und das lernt das Kind in der Auseinandersetzung mit seinem eigenen Körper.

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Es muss erst wissen, wo ist hier vorne, wo ist hier hinten, wo ist da.

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Von da aus überträgt es das auf den Raum und als Drittes auf das Papier.

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Und wenn Kinder dann Formen auf dem Papier sehen, erkennen, wiedererkennen,

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malen können, dann sind sie in der Lage,

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dass sie also auch Buchstaben, wie sie verlaufen, sich merken können,

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Zahlen, wie sie verlaufen, sich merken können.

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Und da weiß man, dass das besonders gut ausgeprägt ist bei Kindern,

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die sich sehr viel bewegen.

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Dass die Körper-Raum-Orientierung sich in der Bewegung aus den,

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zum Beispiel wenn ein Kind schaukelt vor und zurück,

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wenn es Purzelbäume macht, dann lernt es oben, unten.

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Und dass Kinder also, die sich viel bewegen,

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dass sie diese Raum-Orientierung besser haben

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und auch dann eben in den schulischen Leistungen

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bei dem Erlernen von Formen, von Buchstaben, von Zahlen

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einfach besser ausgebildet sind, vorgebildet sind.

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Bewegung entlastet das Gehirn.

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Das Zweite ist aber auch, dass ich komplexe,

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eher koordinative Aufgaben den Kindern geben kann.

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Und diese Aufgaben fordern das Gehirn, ganz besonders konzentriert zu sein.

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Fangen wir bei ganz einfachen Aufgaben an, eine Gleichgewichtsaufgabe.

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Denn Kindern macht es Spaß, über Bordsteine zu balancieren.

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Wenn wir ihnen so etwas anbieten oder sie lassen.

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Aber dabei, das funktioniert nur, wenn man sich konzentriert.

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Und sobald einer ruft von der Seite

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und das Kind mit den Augen auf einmal weggeht,

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wird es vom Bordstein runterfallen.

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Das heißt, alle Balancieraufgaben sind grundsätzlich wunderbar,

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00:03:33.000 --> 00:03:36.000
um also Aufmerksamkeit und Konzentration zu fördern.

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Ball spielen.

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00:03:41.000 --> 00:03:42.000
Ich kann einen Ball nur fangen,

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wenn meine Aufmerksamkeit auf der anderen Seite bei dem Werfer liegt.

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Ich muss beobachten, was er tut.

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Ich muss dann meine Bewegung abstimmen, den Ball zu fangen.

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Hier habe ich auch Aufmerksamkeit und Konzentration.

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Konzentrationsschwache Kinder können ganz schwer werfen und fangen miteinander.

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Kleineren Kindern kann ich also einfach eine Fliegenklatsche

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und einen Luftballon geben.

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Und sie spielen sie hin und her.

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Da gibt es Kinder, die schlagen überall hin, aber nicht gegen den Luftballon,

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00:04:10.000 --> 00:04:12.000
weil sie ihre Aufmerksamkeit nicht richten können.

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Wenn man das mit den Kindern aber macht,

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das ist was, das kann ich im Wohnzimmer machen,

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das kann ich im Garten machen,

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das kann ich im Gruppenraum in der Kita machen.

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00:04:21.000 --> 00:04:25.000
Solche Dinge stärken die Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit.

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00:04:26.000 --> 00:04:27.000
Und wenn ich merke, die Kinder sind überfordert,

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00:04:28.000 --> 00:04:31.000
dann gehe ich einen Schritt zurück und mache es noch etwas leichter.

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00:04:32.000 --> 00:04:35.000
Aber diese Aufgaben, die eher die Koordination fordern,

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00:04:36.000 --> 00:04:39.000
fördern ganz besonders Aufmerksamkeit und Konzentration.

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00:04:40.000 --> 00:04:47.000
Innezuhalten, zu warten, bis etwas zu Ende gesprochen worden ist,

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00:04:48.000 --> 00:04:49.000
oder bis man selbst an der Reihe ist,

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00:04:50.000 --> 00:04:51.000
ist eine ganz wichtige Funktion,

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00:04:52.000 --> 00:04:54.000
die Konzentration und Aufmerksamkeit zu richten.

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00:04:55.000 --> 00:04:56.000
Man kennt das sehr, sehr gut,

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indem man mit Kindern in einem Kreis sitzt

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00:04:59.000 --> 00:05:01.000
oder die Mama sitzt da und sagt, wir holen gleich.

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00:05:02.000 --> 00:05:03.000
Bei gleich stehen Kinder schon auf,

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00:05:04.000 --> 00:05:05.000
sie wissen noch gar nicht, was sie holen sollen.

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00:05:06.000 --> 00:05:08.000
Wenn ich ständig irgendwo gucke, was muss ich jetzt machen,

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00:05:08.000 --> 00:05:09.000
was könnte ich jetzt noch machen,

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00:05:10.000 --> 00:05:13.000
bin ich mit meiner Aufmerksamkeit ganz woanders.

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00:05:14.000 --> 00:05:16.000
Das heißt also, Zurückhaltung zu üben,

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und das kann ich in vielen Bewegungsspielen.

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00:05:19.000 --> 00:05:24.000
Das ganz, ganz alte Bewegungsspiel 1, 2, 3, 4, Ochs am Berg.

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00:05:25.000 --> 00:05:26.000
Dieser Satz wird gesprochen.

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00:05:27.000 --> 00:05:30.000
Kinder dürfen so lange laufen, wie dieser Satz gesprochen wird

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und müssen stehen, wenn der Satz zu Ende ist.

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00:05:34.000 --> 00:05:36.000
Das heißt, sie müssen lernen, abzubremsen, innezuhalten.

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00:05:37.000 --> 00:05:38.000
Das überträgt sich irgendwann,

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00:05:39.000 --> 00:05:42.000
dass Kinder lernen, ihre Aufmerksamkeit besser zu steuern.

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00:05:45.000 --> 00:05:47.000
Wie viele Dinge kann sich ein Kind merken?

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00:05:48.000 --> 00:05:51.000
Ich kann in Bewegung diesen Arbeitsspeicher erweitern

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00:05:52.000 --> 00:05:54.000
durch viele Bewegungsspiele und Aufgaben

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00:05:55.000 --> 00:05:58.000
und kann da also durch Bewegung positiv darauf einwirken.

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00:05:59.000 --> 00:06:00.000
Wenn eine Mama sagt, wir decken jetzt den Tisch,

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00:06:01.000 --> 00:06:02.000
hol doch mal bitte drei Teller, fünf Tassen

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00:06:03.000 --> 00:06:05.000
und bring noch die Servietten mit aus dem Schrank.

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00:06:06.000 --> 00:06:07.000
Das Kind kommt in Bewegung.

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00:06:08.000 --> 00:06:09.000
Es muss sich aber jetzt gemerkt haben,

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00:06:10.000 --> 00:06:11.000
was es alles mitbringen soll.

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Auch Tanzspiele, Tanzschritte einzuüben,

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00:06:15.000 --> 00:06:16.000
da muss ich mich sehr bei konzentrieren.

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Wie war jetzt diese Reihenfolge?

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Rechts, links, vorne, hinten?

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Müssen wir jetzt den Kopf runter machen?

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Da müssen Kinder sich sehr viel merken.

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Ja, also die Frage nach Kriterien an Materialien,

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die Kinder in ihrer Entwicklung fördern,

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würde ich zunächst damit beantworten,

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dass man erstmal Material braucht, was sehr flexibel ist.

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Nicht so einseitig nur nutzbar,

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sondern in vielen verschiedenen Settings einsetzbar ist.

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00:06:49.000 --> 00:06:51.000
Oder wo das Material sehr unterschiedlich ist.

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Wir können anfangen mit ganz einfachen Bällen.

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Ich kann so unterschiedliche Bälle Kindern zum Spielen geben

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00:06:59.000 --> 00:07:00.000
und sie machen dabei unterschiedlichste Erfahrungen.

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00:07:01.000 --> 00:07:02.000
Ob ich ihnen einen Flummiball gebe,

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00:07:03.000 --> 00:07:04.000
ob ich ihnen einen Gymnastikball gebe,

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ob ich ihnen einen Weichenball gebe.

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Und wenn ich Kindern die Möglichkeit gebe,

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00:07:09.000 --> 00:07:11.000
sich mit unterschiedlichen Bällen auseinanderzusetzen,

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00:07:12.000 --> 00:07:14.000
machen sie Erfahrungen über die Unterschiedlichkeit von Bällen.

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00:07:15.000 --> 00:07:16.000
Der eine springt hoch,

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der andere fällt auf den Boden und bleibt liegen.

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Der dritte fühlt sich ganz anders an,

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00:07:21.000 --> 00:07:23.000
der ist ja ganz weich, den kann ich zusammendrücken.

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Und alle Bälle verhalten sich anders.

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Seile sind wichtiges Material.

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00:07:29.000 --> 00:07:30.000
Mit Seilen kann ich, das kennt jeder noch,

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00:07:31.000 --> 00:07:32.000
das Seilspringen machen.

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00:07:32.000 --> 00:07:33.000
Ich kann es aber irgendwo zum Knoten nehmen,

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00:07:34.000 --> 00:07:35.000
ich kann es zum Zusammenbinden nehmen.

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00:07:36.000 --> 00:07:37.000
Ich kann aus Seilen Bilder machen,

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00:07:38.000 --> 00:07:39.000
aus den unterschiedlichen Farben der Seile.

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00:07:40.000 --> 00:07:43.000
Ich kann jemanden mit einem Seil einwickeln und wieder auswickeln.

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00:07:47.000 --> 00:07:51.000
Eines der vielseitigsten Materialien in unserer Turnhalle

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00:07:52.000 --> 00:07:53.000
sind ganz sicherlich die Rollbretter.

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00:07:54.000 --> 00:07:57.000
Das heißt, viele Kinder kennen sie aus der Kindertagesstätte.

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00:07:58.000 --> 00:07:59.000
Ein Brett und vier Rollen drunter.

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00:07:59.000 --> 00:08:00.000
Und was kann alles daraus werden?

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00:08:01.000 --> 00:08:03.000
Kinder können in unterschiedlichen Haltungen darauf fahren,

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00:08:04.000 --> 00:08:07.000
im Knien, im Sitzen, in der Bauchlage, in der Rückenlage.

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00:08:08.000 --> 00:08:10.000
Kinder können sich verbunden mit einem Seil

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00:08:11.000 --> 00:08:12.000
gegenseitig ziehen und schieben.

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00:08:13.000 --> 00:08:15.000
Ich kann aber auch eine Bank, eine Turnbank,

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00:08:16.000 --> 00:08:18.000
umgedreht auf zwei Rollbretter stellen.

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00:08:19.000 --> 00:08:20.000
Und ich habe einen Bus,

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00:08:21.000 --> 00:08:22.000
mit dem ich durch die Turnhalle fahren kann.

160
00:08:23.000 --> 00:08:24.000
Also Vielseitigkeit von Materialien

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00:08:25.000 --> 00:08:27.000
ist, glaube ich, die oberste Prämisse in der Turnhalle.

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00:08:27.000 --> 00:08:28.000
Das ist, glaube ich, die oberste Prämisse

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00:08:29.000 --> 00:08:30.000
in der Auswahl von Materialien.
